Rezension: Carim Drachentöter

Carim Drachentöter | Band 1 | High Fantasy | Lena Knodt | Eisermann Verlag | 300 Seiten | 15.05.2017 | Taschenbuch 12,90€ | E-Book 3,99€ | Zum Buch bei Amazon (Affiliate-Link)

Klappentext*

Ein Mann mit vor Schmerz zerfressenem Herzen.

Ein Drache mit Augen so rot wie Blut.

Und eine Vergangenheit, die auf immer verborgen bleiben soll.

Drachen töten. Das ist es, was Carim kann. Das ist es, was Carim liebt und seit Jahren tut. Als er auf einer Jagd ein brütendes Weibchen tötet, greift er ohne zu zögern nach dem letzten, unbeschadeten Ei. Doch er kommt nicht dazu, es zu verkaufen – denn der Drache schlüpft. In seiner unstillbaren Machtgier erkennt der junge Mann all die Möglichkeiten, die sich ihm nun bieten und schmiedet einen boshaften Plan. Denn wenn die Bestie ihm erst einmal gehorchte, würde jeder Mann vor ihm kriechen …

Kritik

Der Einstieg in Carim Drachentöter hat mir gut gefallen. Ohne lange Vorrede ist man sofort mitten in der Handlung und lernt den Titelhelden kennen. Gerade anfangs wird dieses Bild geprägt von einem nicht ganz stereotypischen Fantasyhelden, der Lust auf mehr macht und das Interesse an der Geschichte weckt.

Der Schreibstil von Lena Knodt gefällt mir gut und lässt sich flüssig lesen. Dabei verzichtet sie auf ausschweifende Beschreibungen. Dies betrifft auch die Welt der Geschichte, wodurch es an manchen Stellen etwas schwierig wird sich ein genaues Bild in den Kopf zu rufen. Hier hätte ich mir mehr Einblicke gewünscht.

Der Protagonist gefällt mir sehr gut! Es ist schön, wenn man mal einen etwas anderen Helden hat, den man auch hassen und verachten kann. Es gibt aber auch die Szenen, in denen ich mich total mit ihm identifizieren kann. Diese Zerrissenheit des Protagonisten ist für mich nicht immer logisch und schlüssig und teilweise zu sprunghaft in ihren Extremen. Hier hätte man mehr aus diesem inneren Konflikt machen können. Bei den Entscheidungen in Schlüsselszenen ist mir die Entwicklung von Carim zu gering.

Der Plot ist spannend und sehr zielführend geschrieben. Auch hier zeigt sich das Bild der wenigen Ausschweifungen und so bleibt die volle Konzentration auf der Haupthandlung. Dies finde ich persönlich sehr erfrischend und gut umgesetzt. Allerdings bleiben mit fortlaufender Dauer die Überraschungsmomente aus, was auf die geringe Gesamtentwicklung des Protagonisten zurückzuführen ist.

Fazit

Wenn es um Drachen geht, bin ich sofort Feuer und Flamme! Carim Drachentöter bildet da keine Ausnahme, auch wenn es diesmal, dem Titel nach, den Drachen an den Kragen geht. Überzeugt hat mich besonders der Protagonist, trotz kleinerer Schwächen. Ansonsten ist es ein guter Auftakt in eine interessante Buchreihe, die mich super unterhalten hat.  Dafür gibt es noch 4 Sterne.

*Quelle: Verlag/Autor