Da ist die FBM auch schon wieder vorbei

Da freut man sich Wochen vorher darauf und dann ist es in ein paar kurzen Momenten auch schon wieder vorbei: Die Frankfurter Buchmesse

Für mich war es diesmal zum ersten Mal das Gefühl von Heimkommen. Letztes Jahr war ich in Frankfurt zum ersten Mal überhaupt auf einer Buchmesse und ich war überwältigt und leicht überfordert aufgrund der Größe und der Menschenmassen dort. Daraus habe ich zum Teil gelernt und dieses Jahr der Messe am Freitag meine Aufwartung gemacht. Auch ließ ich am Samstag die BuCon in Dreieich ausfallen, sodass ich mich ganz auf einen Messetag konzentrieren konnte. Und was soll ich sagen? Man hatte definitiv mehr Luft zum Atmen und Bewegen und ich habe deutlich mehr wahrgenommen und vor allem mitgenommen.

Daneben war das Gefühl heimzukommen, wie oben erwähnt, allgegenwertig. Ich habe einige bekannte Gesichter getroffen, und es ist einfach schön, wie man von der Fantasy-Community akzeptiert wird und sich auch mit bisher Fremden tolle und lange Gespräche ergeben. Besonders in Erinnerung bleibt mir da Matthias Teut. Nicht nur, dass seine Bücher unfassbar gut sind, ist er auch ein bescheidener und sehr freundlicher Mensch. Ich habe einige Zeit mit ihm verbringen dürfen und er hat mir mit einer Aussage direkt am Anfang die größte Freude überhaupt gemacht!

Ja Matthias, ich war es wirklich! Der Mann mit dem Schwert live und in Farbe!

Wenn man erkannt wird aufgrund seines Blogs, dann geht das runter wie Öl. Das sind genau die Momente, die für Motivation sorgen und an die man so gerne zurückdenkt! Lieber Matthias, das Gespräch mit dir war sehr lehrreich und hat mir viele nützliche Informationen an die Hand gegeben. Wie nützliche diese waren, werde ich wahrscheinlich erst in den nächsten Monaten bzw. Jahren erkennen! Ich freue mich, dich spätesten in Leipzig wieder zu treffen! Und die Einladung zum Kässpätzle essen steht, wenn du mal in Köln bist!

Mittlerweile zu meinen Stamm-Messe-Kontakten zählt Veronika Serwotka. Wie immer war es eine Freude dich zu treffen und mit dir abzuhängen. Und Veronika, wir werden langsam zu alt für diesen Scheiß! Das wollte ich nur mal gesagt haben 😉 Jetzt freue ich mich endlich Wyvern Teil II lesen zu können und ich hoffe doch, auf Teil III nicht so lange wie auf den zweiten Teil warten zu müssen! Wir sehen uns dann auch wieder in Leipzig oder dazwischen mal in Köln oder Tübingen!

Auch die BartBroAuthors seien hier gegrüßt. Ich konnte leider am offiziellen Treffen nicht teilnehmen, aber ich habe doch wenigsten zwei von euch (jedenfalls war es mir nur bei zweien bewusst, vielleicht waren es auch mehr) Treffen können und es gibt mir das Gefühl bei euch richtig zu sein. Ich hoffe, ich kann nun einen persönlichen Austausch in Köln + Umgebung ankurbeln und dann werden wir lange Zeit Freude aneinander haben. Toll, dass es solche Vereine gibt, die das Schreiben fördern!

Als Notiz an mich: Schleppe nicht immer so viel Nahrung mit dir auf die Buchmessen. Erstens isst du maximal die Hälfte davon und zweitens wird deine Tasche unnötig schwer dadurch!

Wie jeder Messebesuch kurbelte er auch dieses Jahr meine Lust zum Schreiben an. Voller Tatendrang blicke ich jetzt nach vorne und schaffe bestimmt 5-10 Seiten. Ab November muss dann meine Schreiberei aber sich ernsten Themen zuwenden, denn die Masterthesis steht an. Danach habe ich dann aber auch mein Masterstudium beendet und ich kann mich endlich mehr aufs Schreiben konzentrieren und hoffe den Zeitplan, den mein Arbeitstitel „Bestseller 20 20“ vorgibt, einhalten zu können! Bis dahin treffen wir uns hoffentlich noch auf der ein oder anderen Messe und ich lerne endlich auch mal Fotos von mir dort zu machen! Am besten mit euch, denn ihr seid es, die den Messebesuch zu einem tollen Tag machen!

Rezension: Kuno Kopfgeldjäger

Kuno Kopfgeldjäger | Kopfgeldjäger Reihe Band 1 | High/Low Fantasy | Christian Franz-Josef Vollmer | SadWolf Verlag | 416 Seiten | 15.09.2017 | Taschenbuch 14,99€ | E-Book 5,49€ | Zum Buch bei Amazon (Affiliate-Link)

Klappentext*

„Kuno Kopfgeldjäger“ handelt vom berühmt-berüchtigten und raubeinigen Kopfgeldjäger Kuno, der sich in das verbotene Phylake-Gebirge begibt, um sich einer Bestie namens Gitrog zu stellen.

Der Kopfgeldjäger ist ein eigenwilliger Geselle: Als Einzelgänger lebt er nahe am Alkoholismus, hört seit seiner frühesten Kindheit zwei Stimmen und ist seinen Auftraggebern gegenüber nicht unbedingt loyal. Das Markenzeichen des Kopfgeldjägers ist eine besondere Armbrust, die sich durch Spulen selbst wieder spannt und mit verschiedenen Bolzen bestückt werden kann. Unzählige glaubhafte und fantastische Geschichten über ihn und seine Vorgehensweise geistern durch die Welt. Er ist eine Art lebende Legende. Lassen Sie sich überraschen, wie Kuno Kopfgeldjäger sein erstes Abenteuer in der „Kopfgeldjäger-Reihe“ bewältigt.

Kritik

Christian schafft es, auf den ersten Seiten Spannung aufzubauen. Die Welt des Kuno Kopfgeldjägers erzeugt dabei bereits von Anfang an eine Faszination auf mich, da sie sich zunächst in Erster Linie auf die Person und seine Geschichte stützt. Dabei wird vieles nur angedeutet, was einen dazu zwingt weiter zu lesen. Daneben ist der einstig aber auch schwer, denn es dauert für mich ein paar Seiten länger als üblich, um ganz in die Geschichte abzutauchen.

Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut und lässt sich flüssig lesen. Manchmal hätte ich mir noch intensivere Beschreibungen des Innenlebens von Kuno gewünscht um diese spezielle Art von Buch mehr in den Vordergrund zu rücken. Die Zusammenhänge der gesamten Welt, bleiben etwas zu stark im Hintergrund und so bleibt bei dem ein oder anderen Wort ein kleines Fragezeichen. Gerade in Action geladenen Szenen hatte ich den Eindruck, dass der Autor teilweise selbst den Überblick verliert und hier kleinere Logikbrüche eingebaut hat.

Der Protagonist Kuno ist das Highlight dieses Buches. Denn er ist im Prinzip sowohl Hauptfigur als auch Plot. Auf der einen Seite ist das erstmal gewöhnungsbedürftig, denn Kuno ist kein einfacher Charakter. Wenn man sich aber erstmal mit ihm arrangiert hat, so entfaltet er seine ganz eigene Faszination mit einem in meinen Augen tollen Innenleben. Hier hätte ich gerne aber einen etwas sanfteren Einstieg gehabt und im späteren Verlauf gerne mehr über Kuno erfahren. So bleibt trotz allem noch vieles im Dunkeln. Die Entwicklung von Kuno ist mir etwas zu sprunghaft und leider nicht immer nachvollziehbar.

Weitere Figuren kommen, mit Ausnahme des Gegenspielers, nicht nennenswert vor und sind lediglich kurze Begleiter für ein paar Seiten. Aber man vermisst auch keine weiteren Figuren in diesem Buch.

Fazit

Das Buch hat mich aufgrund seiner Anderstartigkeit begeistert. Es ist definitiv kein Buch, zum schnell mal durchlesen, denn es ist anspruchsvoll geschrieben. Dem Autor ist es gelungen, trotz kleinerer Fehler, ein gutes Werk zu liefern, dass in dem Genre Fantasy heraussticht. Bei mir reicht es für 4 von 5 Federn.

*Quelle: Verlag/Autor

Rezension: Die Magie der Namen

Die Magie der Namen | Band 1 | High Fantasy | Nicole Gozdek | Piper Verlag | 368 Seiten | 01.03.2016 | Hardcover 16,99€ | Taschenbuch 9,99€ | E-Book 8,99€ | Zum Buch bei Amazon (Affiliate-Link)

Klappentext*

Der Name ist der Schlüssel zur Seele.

In Mirabortas bestimmt allein dein Name, wer du bist. Er entscheidet, welchen Beruf du ausübst, ob du Vermögen hast, ja, sogar wie du aussiehst. Denn jedem Namen wohnt eine einzigartige, unsterbliche Magie inne. Der 16-jährige Nummer 19 wünscht sich nichts sehnlicher, als einen großen Namen zu erhalten, der sein Leben als Außenseiter beendet. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Sein Name, Tirasan Passario, ist den Gelehrten gänzlich unbekannt. Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm jetzt noch Auskunft über seine Identität geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit …

Kritik

In die Magie der Namen spinnt Nicole Gozdek eine Geschichte und eine Welt, die sich gänzlich von klassischer Fantasy abhebt. Dein Name, der dir zu deiner Volljährigkeit offenbart wird, entscheidet, wer du bist und was du machst.

Bereits auf den ersten Seiten bin ich in den Bann der Geschichte gezogen worden. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, mitreißend und unheimlich gut und flüssig zu lesen. Man findet als Leser sehr schnell in die Regeln der Welt Mirabortas hinein und findet sich, dank toller Beschreibungen der Orte, schnell zurecht.

Daneben bietet das Buch aber auch einen tollen Plot, der sich auf das wesentliche konzentriert. Der Spannungsbogen steigt von Kapitel zu Kapitel an und die Autorin führt einen auch geschickt in die Irre, nur um dann ein völlig unerwartetes Ende zu bieten. Dieses ist die Krönung dieses Buches und passt perfekt zum Buch!

Die Charaktere, die diesen Plot hauptsächlich tragen, sind erfrischend abwechslungsreich und zeigen, dass es nicht immer die Standard-Fantasy-Helden sein müssen! Die Magie der Namen bringt dabei einen ganz besonderen Aspekt in die Persönlichkeiten mit ein, der mich fasziniert hat. Gerne würde ich hierzu noch mehr lesen! Die Handlungen der Charaktere sind logisch nachvollziehbar, dennoch aber auch, wie der Plot, teilweise überraschend.

Nicht zuletzt bleibt zu sagen, dass es sich auch lohnt über den Rand des Buches hinauszublicken. Gibt es gar Parallelen zu unsere Gesellschaft? Ich finde ja, denn leider ist der Bildungsabschluss und damit die Berufsmöglichkeiten zu abhängig vom Bildungs- und Sozialniveau der Eltern. Hier lohnt es sich definitiv, ein paar Minuten nachzudenken!

Fazit

Mich hat das Buch umgehaune. Ich konnte es nicht aus der Hand legen, solange ich nicht die letzte Seite gelesen hatte. Direkt am Ende habe ich dann den zweiten Band bestellt, damit ich möglichst schnell weiterlesen kann. Auch Tage danach habe ich noch oft in dem Buch geschwelgt und geschwärmt. Wenn ein Buch 5 Federn verdient hat, dann Die Magie der Namen!

*Quelle: Piper Verlag