Rezension: Wyvern – Die Leidenschaft des Reiters

Wyvern – Die Leidenschaft des Jägers | Wyvern Band 2 | High Fantasy | Veronika Serwotka | Eisermann Verlag | 400 Seiten | 02.10.2017 | Taschenbuch 12,99€ | E-Book 3,99€ | Zum Buch bei Amazon (Affiliate-Link)

Hier findet man meine Rezension zu Band 1: Wyvern – Das Streben des Jägers

Da es sich um Band 2 handelt, kann die Rezension Spoiler zu Band 1 enthalten. Wer dies nicht möchte, sollte nicht weiterlesen!

Klappentext*

»Aber wie wollt ihr, eine Gruppe von vielleicht fünfzig Reitern, diese Stadt einnehmen?
Mach dich doch nicht lächerlich. Ihr müsst einen anderen Weg dafür wählen, die Wyvern zu befreien.«
»Ha, es gibt keinen anderen Weg.«
»Doch. Frieden.«

Tarik van Cohen hat die Prüfung zum Jäger endlich bestanden, doch feiern kann er diesen Erfolg nicht. Sein kleiner Bruder ist verschwunden, und das kann nur eines bedeuten: Quirin muss zu den legendären Reitern aufgebrochen sein, um seinen Jungwyvern in Sicherheit zu bringen.
Während Tarik ihm überhastet folgt, wird in Canthar ein Anschlag auf den Bürgermeister verübt. Auf der Suche nach den Tätern findet dessen Tochter Fajeth heraus, dass nicht jeder das Vorhaben ihres Vaters unterstützt, Frieden mit den Reitern zu schließen.
Doch nicht nur in Canthar drängen sich unschöne Wahrheiten ans Licht. Im Roten Gebirge müssen Tarik und Quirin feststellen, dass auch die Reiter nur Menschen sind – und Menschen können grausam sein.

Kritik

Der Einstieg in den zweiten Teil von Wyvern gelingt sehr gut, knüpft er doch nahtlos an den ersten Band der Reihe an. Sofort ist man wieder gefangen von der Geschichte, um endlich zu erfahren, wie es weitergeht. Dabei gefällt mir besonders gut, dass die wichtigsten Ereignisse aus Band 1 gekonnt dem Leser ins Gedächtnis gerufen werden.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir nach wie vor gut und lässt sich flüssig lesen. Dennoch hätte ich mir etwas ausschweifendere Beschreibungen der neuen Kulisse gewünscht. So bleibt diese leider etwas im Schatten, ganz im Gegensatz zu Canthar, der Kulisse von Band 1. Gegen Mitte / Ende des Buches schaffte es der Schreibstil, immer mehr Emotionen in mir zu wecken und ich musste an ein paar Stellen tief schlucken und durchatmen.

Die Protagonisten des Buches sind die bereits aus Teil 1 bekannten. Diese machen eine glaubwürdige Entwicklung durch und harmonieren sehr gut. Als weitere Protagonisten kommen die zwei Barden aus Teil eins dazu, die dort nur am Rande kurz eingeführt worden waren. Diese Bleiben, obwohl einige Geheimnisse gelüftet werden, sehr geheimnisvoll. Dadurch leidet aber auch die Nachvollziehbarkeit der beiden Charaktere, da ihre Motive nicht klar sind. Auch fehlt mir Stellenweiße ein klar zuordenbarer Antagonist, der die Protagonisten herausfordert. Hier bleiben mir die Andeutungen zu vage und zu allgemein.

Der Plot ist für mich der Punkt, der aus diesem guten Buch nochmal herausragt. Von der ersten Seite bis zur letzten ist die Spannung greifbar. Der Autorin gelingt es geschickt, den Leser auf die Folter zu spannen. So endet das Buch auch wieder an der gemeinsten Stelle und man möchte gar nicht aufhören zu lesen.

Fazit

Wyvern – Die Leidenschaft des Jägers hat mich begeistert. Der fantastische Plot und tröstet auch über die wenigen kleineren Fehler hinweg. Es ist eine mehr als würdige Fortsetzung und das lange Warten hat sich somit gelohnt. Für mich eines meiner Highlights in diesem Jahr und volle 5 Federn!

*Quelle: Verlag/Autor

Rezension: Kuno Kopfgeldjäger

Kuno Kopfgeldjäger | Kopfgeldjäger Reihe Band 1 | High/Low Fantasy | Christian Franz-Josef Vollmer | SadWolf Verlag | 416 Seiten | 15.09.2017 | Taschenbuch 14,99€ | E-Book 5,49€ | Zum Buch bei Amazon (Affiliate-Link)

Klappentext*

„Kuno Kopfgeldjäger“ handelt vom berühmt-berüchtigten und raubeinigen Kopfgeldjäger Kuno, der sich in das verbotene Phylake-Gebirge begibt, um sich einer Bestie namens Gitrog zu stellen.

Der Kopfgeldjäger ist ein eigenwilliger Geselle: Als Einzelgänger lebt er nahe am Alkoholismus, hört seit seiner frühesten Kindheit zwei Stimmen und ist seinen Auftraggebern gegenüber nicht unbedingt loyal. Das Markenzeichen des Kopfgeldjägers ist eine besondere Armbrust, die sich durch Spulen selbst wieder spannt und mit verschiedenen Bolzen bestückt werden kann. Unzählige glaubhafte und fantastische Geschichten über ihn und seine Vorgehensweise geistern durch die Welt. Er ist eine Art lebende Legende. Lassen Sie sich überraschen, wie Kuno Kopfgeldjäger sein erstes Abenteuer in der „Kopfgeldjäger-Reihe“ bewältigt.

Kritik

Christian schafft es, auf den ersten Seiten Spannung aufzubauen. Die Welt des Kuno Kopfgeldjägers erzeugt dabei bereits von Anfang an eine Faszination auf mich, da sie sich zunächst in Erster Linie auf die Person und seine Geschichte stützt. Dabei wird vieles nur angedeutet, was einen dazu zwingt weiter zu lesen. Daneben ist der einstig aber auch schwer, denn es dauert für mich ein paar Seiten länger als üblich, um ganz in die Geschichte abzutauchen.

Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut und lässt sich flüssig lesen. Manchmal hätte ich mir noch intensivere Beschreibungen des Innenlebens von Kuno gewünscht um diese spezielle Art von Buch mehr in den Vordergrund zu rücken. Die Zusammenhänge der gesamten Welt, bleiben etwas zu stark im Hintergrund und so bleibt bei dem ein oder anderen Wort ein kleines Fragezeichen. Gerade in Action geladenen Szenen hatte ich den Eindruck, dass der Autor teilweise selbst den Überblick verliert und hier kleinere Logikbrüche eingebaut hat.

Der Protagonist Kuno ist das Highlight dieses Buches. Denn er ist im Prinzip sowohl Hauptfigur als auch Plot. Auf der einen Seite ist das erstmal gewöhnungsbedürftig, denn Kuno ist kein einfacher Charakter. Wenn man sich aber erstmal mit ihm arrangiert hat, so entfaltet er seine ganz eigene Faszination mit einem in meinen Augen tollen Innenleben. Hier hätte ich gerne aber einen etwas sanfteren Einstieg gehabt und im späteren Verlauf gerne mehr über Kuno erfahren. So bleibt trotz allem noch vieles im Dunkeln. Die Entwicklung von Kuno ist mir etwas zu sprunghaft und leider nicht immer nachvollziehbar.

Weitere Figuren kommen, mit Ausnahme des Gegenspielers, nicht nennenswert vor und sind lediglich kurze Begleiter für ein paar Seiten. Aber man vermisst auch keine weiteren Figuren in diesem Buch.

Fazit

Das Buch hat mich aufgrund seiner Anderstartigkeit begeistert. Es ist definitiv kein Buch, zum schnell mal durchlesen, denn es ist anspruchsvoll geschrieben. Dem Autor ist es gelungen, trotz kleinerer Fehler, ein gutes Werk zu liefern, dass in dem Genre Fantasy heraussticht. Bei mir reicht es für 4 von 5 Federn.

*Quelle: Verlag/Autor

Rezension: Die Magie der Namen

Die Magie der Namen | Band 1 | High Fantasy | Nicole Gozdek | Piper Verlag | 368 Seiten | 01.03.2016 | Hardcover 16,99€ | Taschenbuch 9,99€ | E-Book 8,99€ | Zum Buch bei Amazon (Affiliate-Link)

Klappentext*

Der Name ist der Schlüssel zur Seele.

In Mirabortas bestimmt allein dein Name, wer du bist. Er entscheidet, welchen Beruf du ausübst, ob du Vermögen hast, ja, sogar wie du aussiehst. Denn jedem Namen wohnt eine einzigartige, unsterbliche Magie inne. Der 16-jährige Nummer 19 wünscht sich nichts sehnlicher, als einen großen Namen zu erhalten, der sein Leben als Außenseiter beendet. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Sein Name, Tirasan Passario, ist den Gelehrten gänzlich unbekannt. Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm jetzt noch Auskunft über seine Identität geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit …

Kritik

In die Magie der Namen spinnt Nicole Gozdek eine Geschichte und eine Welt, die sich gänzlich von klassischer Fantasy abhebt. Dein Name, der dir zu deiner Volljährigkeit offenbart wird, entscheidet, wer du bist und was du machst.

Bereits auf den ersten Seiten bin ich in den Bann der Geschichte gezogen worden. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, mitreißend und unheimlich gut und flüssig zu lesen. Man findet als Leser sehr schnell in die Regeln der Welt Mirabortas hinein und findet sich, dank toller Beschreibungen der Orte, schnell zurecht.

Daneben bietet das Buch aber auch einen tollen Plot, der sich auf das wesentliche konzentriert. Der Spannungsbogen steigt von Kapitel zu Kapitel an und die Autorin führt einen auch geschickt in die Irre, nur um dann ein völlig unerwartetes Ende zu bieten. Dieses ist die Krönung dieses Buches und passt perfekt zum Buch!

Die Charaktere, die diesen Plot hauptsächlich tragen, sind erfrischend abwechslungsreich und zeigen, dass es nicht immer die Standard-Fantasy-Helden sein müssen! Die Magie der Namen bringt dabei einen ganz besonderen Aspekt in die Persönlichkeiten mit ein, der mich fasziniert hat. Gerne würde ich hierzu noch mehr lesen! Die Handlungen der Charaktere sind logisch nachvollziehbar, dennoch aber auch, wie der Plot, teilweise überraschend.

Nicht zuletzt bleibt zu sagen, dass es sich auch lohnt über den Rand des Buches hinauszublicken. Gibt es gar Parallelen zu unsere Gesellschaft? Ich finde ja, denn leider ist der Bildungsabschluss und damit die Berufsmöglichkeiten zu abhängig vom Bildungs- und Sozialniveau der Eltern. Hier lohnt es sich definitiv, ein paar Minuten nachzudenken!

Fazit

Mich hat das Buch umgehaune. Ich konnte es nicht aus der Hand legen, solange ich nicht die letzte Seite gelesen hatte. Direkt am Ende habe ich dann den zweiten Band bestellt, damit ich möglichst schnell weiterlesen kann. Auch Tage danach habe ich noch oft in dem Buch geschwelgt und geschwärmt. Wenn ein Buch 5 Federn verdient hat, dann Die Magie der Namen!

*Quelle: Piper Verlag