Rezension: Origin

Origin | Robert Langdon (5) | Thriller | Dan Brown | Bastei Lübbe | 672 Seiten | 04.10.2017 | Gebundenes Buch 28,00€ | E-Book 22,99€ | Zum Buch bei Amazon (Affiliate-Link)

Dan Brown hat mich mit seinen bisherigen Büchern durchaus begeistert. Abgesehen vom Plot, der meistens nach einem ähnlichen Schema verläuft, haben seine Bücher dennoch immer für Faszination gesorgt. Origin wurde dieser Erwartungshaltung nicht gerecht.

Klappentext*

Die Wege zur Erlösung sind zahlreich. Verzeihen ist nicht der einzige.
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner “bahnbrechenden Entdeckung”, das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.
ILLUMINATI, SAKRILEG, DAS VERLORENE SYMBOL und INFERNO – vier Welterfolge, die mit ORIGIN ihre spektakuläre Fortsetzung finden.

Kritik

Alle paar Jahre passiert es. Dan Brown veröffentlicht einen neuen Thriller und ich hege die Hoffnung, dass mich nicht nur die Mysterien, Verschwörungstheorien und Geheimbünde faszinieren, sondern auch der Plot, der darum gebaut ist. Leider weicht Brown auch in Origin nicht von seinem gewohnten Schema ab. So ist der Plot für aufmerksame Leser Browns schnell zu durchschauen und die Versuche die Schuld jemanden anzuhängen sind so offensichtlich durchschaubar gewesen, dass sie nach nun „„ Langdon-Büchern nur ein müdes Lächeln hervorrufen. Dabei wählt Brown gerade am Anfang eine deutlich ruhigere Linie. Darunter leidet nicht nur die Spannung, sondern es dauert auch länger als gewohnt, um ins Buch zu finden.

Der Sprachstil von Brown hingegen lässt sich gut lesen und macht Spaß. Allerdings wirkt das Buch an der ein oder anderen Stelle langatmig. Dazu tragen auch über mehrere Seiten gehende Beschreibungen von Kunstobjekten. Diese haben mich ermüdet und konnten mein Interesse nicht wecken. Darüber hinaus sind viele davon irrelevant für den Plot.

Auch Langdon präsentiert sich nicht von seiner besten Seite. Er wirkt im Vergleich zu den Vorgängerbänden träge und profillos. Nichteinmal mehr auf seiner Uhr wird herumgeritten. Dazu ist für mich keine Entwicklung des Charakters zu erkennen. Er wird innerhalb des Plots buchstäblich in ein Kostüm gesteckt, das ihm nicht passt.

Auch die Nebenfiguren bleiben blass und ihre Entscheidungen offenbaren teilweise Widersprüche, die nicht nachvollziehbar sind.

Durch den Fokus auf die Kunst und die künstliche Intelligenz verschwinden auch die größten Stärken der Langdon-Bücher. Zum einen gibt es deutlich weniger über Symbolik zu lernen und auch mit Verschwörungstheorien oder Geheimorganisationen wird sparsam umgegangen. Dabei merkt man, dass Brown sich schwertut die gleiche Begeisterung über das Thema künstliche Intelligenz beim Leser zu wecken und gerade hier sind manche Aussagen nicht nachvollziehbar.

Fazit

Für mich die erste große Enttäuschung in 2018. Über die mangelnde Kreativität bei der Plotgestaltung könnte ich noch hinwegsehen. Aber dieses Buch lässt viel vermissen, was Dan Brown für mich zu einem Autor guter Bücher gemacht hat. Angesichts des vergleichsweise hohen Preises, wird das Buch meinen Erwartungen überhaupt nicht gerecht. Daher gibt es auch nur 2 Federn.

*Quelle: Verlag/Autor

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