Rezension: Windjäger

Windjäger | High Fantasy | Jim Butcher | Blanvalet | 768 Seiten | 14.03.2016 | Taschenbuch 9,99€ | E-Book 8,99€ | Zum Buch bei Amazon (Affiliate-Link)

In Windjäger entführt Jim Butcher den Leser in eine geheimnisvolle Welt. Dabei begegnet man finsteren Gesellen, Piraten, pflichtbewussten Soldaten. Der geheime Star in diesem Buch sind allerdings die Katzen, die man einfach ins Herz schließen muss!

Klappentext*

Seit der Nebel die ganze Welt überzogen hat, leben die Menschen in festungsartigen Städten auf den Gipfeln der Berge. Den Nebel zu betreten kann tödlich sein. Dennoch fallen Truppen der Gipfelfestung Aurora in das Gebiet von Albion ein, und ein Krieg kann nicht mehr abgewendet werden. Der Gipfelfürst von Albion ruft seine Verbündeten zusammen und bereitet sein Volk auf den Kampf vor. Die Flotte ist stark, die Männer und Frauen sind gut ausgebildet. Doch seine größte Hoffnung setzt der Gipfelfürst auf die geheime Mission von Kapitän Grimm und dessen Luftschiff Jäger.

Kritik

Mir gefällt der Einstige in die Geschichte nicht sonderlich. Zwar bin ich ein Freund von Prologen, aber hier ist der Prolog für mich entweder überflüssig oder ist bereits Kapitel 1, sodass das etwas unglücklich ist. Auch im weiteren Verlauf dauert es etwas, bis die Spannung steigt und der Plot fahrt auf nimmt. Dazu kommt eine komplexe, unbekannte Welt, in der mir bis zum Ende einige Zusammenhänge und Erklärungen fehlen. So hängt die Geschichte etwas in der Luft.
Der Schreibstil von Butcher ist sehr schlicht. Das funktioniert in ruhigen Szenen sehr gut, aber gerade die actiongeladenen Kampfszenen wirken etwas langweilig und ähneln sich zu sehr. Dass Butcher Kampfszenen sehr wohl beschreiben kann, zeigt er vor allem in den Kämpfen der Luftschiffe. Dies hätte er gerne auch auf die Bodenkämpfe übertragen können. Dennoch liest sich das Buch flüssig und ohne Probleme.
De Protagonisten sind untereinander abwechslungsreich gestaltet, bleiben zum Teil aber recht blass. Der Star ist auf jeden Fall die Katze, die mich von Anfang an mit ihrer leicht arroganten und ironischen Art begeistert hat. Daneben ist mir vor allem noch Kapitän Grimm positiv aufgefallen, weil er nicht in einem Klischee gefangen bleibt, sondern sich immer wieder hervorragend daraus befreit und der Charakter mit dem meisten Tiefgang ist.
Der Plot hat mich, nachdem er mal losgelegt hat, begeistert und gefesselt. Hier habe ich wirklich nichts auszusetzen und ich wurde an der ein oder anderen Stelle wirklich überrascht. Dem Autor gelingt es gut, die einzelnen Protagonisten persönlich mit dem Plot zu verbinden.

Fazit

Windjäger ist ein Buch, das ich sehr zügig gelesen habe. Trotz kleinere Schwächen, vor allem am Anfang, ist es ein tolles Buch mit einer tollen Geschichte. Einzig die Welt und die Entwicklung mancher Charaktere bleiben mir zu sehr im Hintergrund. Für besondere Begeisterung sorgt die Verfechtung der Katzen in dieses Buch! Dabei kommen auch die stärksten Szenen heraus. Gerade dadurch verdient es sich 4 Federn!

*Quelle: Verlag/Autor

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