Rezension: Thalél Malis: Das Flüstern der Flammen

Thalél Malis: Das Flüstern der Flammen | Thalél Malis Band 1 | High Fantasy | Nancy Pfeil | Tagträumer Verlag | 465 Seiten | 19.07.2017 | Taschenbuch 16,90€ | E-Book 4,99€ | Zum Buch bei Amazon

Klappentext*

Eine Liebe, gesät im Hass.
Ein Thron, der seine Könige besitzt.
Eine Bestimmung.
Befeuert durch einen Krieg zwischen zwei Reichen,
ist ein jeder dazu verdammt Opfer zu bringen
damit das eigene Licht nicht erlischt.

Richte eine Waffe nur auf einen anartischen Krieger, wenn du sicher bist, dass du ihn auch töten kannst. Laufe nur weg, wenn du weißt, dass er langsamer rennt als du. Schweige lieber, bevor er deine Lügen enttarnen kann. Und, Neyla, bleibe niemals vor ihm auf dem Boden liegen. Ich habe dich eine Menge gelehrt, aber den Stolz einer Kriegerin hast du schon mitgebracht.

Kritik

Thalel Malis ist ein Buch, das mich überrascht hat. Ich wollte meine neue Bewertungsmatrix, die ich im Hintergrund nutze, testen und dann hat mich das Buch an einer Stelle von den Socken gehauen, dass sämtliche logische Bewertung nicht möglich ist. Wenn ein Buch einen packt, dass man mit der Protagonistin mitfiebert und einem eine Stelle derart fesselt, dass man Tränen in den Augen hat, dann hat die Autorin alles richtig gemacht!

Doch nun der Reihe nach! Trotz aller Begeisterung für dieses Buch werde ich nun versuchen das Buch kritisch zu würdigen. Allen Anfang macht auch hier der Einstige in die Geschichte. Dieser ist mir aufgrund der vielen fremden Wörter, die auch oft etwas schwer über die Lippen gehen, schwergefallen. Es dauerte einige Zeit, bis ich im Buch angekommen bin.

Der Spannungsaufbau und -bogen sind hingegen gut gelungen. Gerade hier bietet der Plot größtenteils überraschende Wendungen. Der Schluss ist typisch für eine Reihe. Er verfehlt etwas den perfekten Zeitpunkt, weil versucht wird noch mehr Spannung im Hinblick auf Teil 2 zu schaffen, wodurch zum Ende ein zu starker Spannungsabfall gegeben ist. Dennoch hat mich das Ende mit seiner unkonventionellen Art überzeugt. Der Plot konzentriert sich insgesamt auf das Wesentliche und lässt unnötige Nebenhandlungen weg oder hebt sich dabei von der oft gelesenen Standardliebesgeschichte ab.

Der Schreibstil von Nancy Pfeil gefällt mir sehr gut. Er schafft es, sowohl die Welt als auch die Charaktere lebendig zu wirken. Dabei werden viele Gefühle transportiert, die mich, wie eingangs erwähnt, tief berührt haben.

Die Protagonisten geben ein differenziertes Bild ab und man kann selten sagen, wer hier der „Gute“ und wer der „Böse“ ist. Die Grenze verwischt gut. Im Laufe des Buches wird auch die Motivation der verschiedenen Charaktere schlüssig erklärt und man kann die Handlungen gut nachvollziehen.

Die Nebenfiguren tragen dazu bei, die Protagonisten besser zu verstehen. Dabei sind es gerade diese Szenen, in denen eine Nebenfigur zum Star wird, weil sie es schaffen, die Emotionen aus einer Szene zu transportieren. Das hätte ich mir auch von den Protagonisten in dieser Stärke gewünscht.

Fazit

Das Buch hat mich, abgesehen von kleineren Schwächen voll überzeugt. Zudem hat es mich emotional berührt, wie schon lange kein Buch mehr. Deshalb hat es sich die fünf Federn redlich verdient und ich kann das Buch bedenkenlos weiterempfehlen!

*Quelle: Verlag bzw. Autor

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