Rezension: Die Gnome

Die Gnome ist ein High Fantasy Roman aus der Hand von Manuel Timm. Er widmet sich, wie es der Titel sagt einem, im Vergleich zu anderen Fantasyrassen, weniger beachteten Volk. Das Buch ist im Aeternica-Verlag als Taschenbuch un E-Book erschienen. Das Taschenbuch umfasst 223 Seiten und kostet 10,90 €.

Klappentext*

Seit jeher lebt das Volk der Gnome tief unter den Bergen. Ihr Leben besteht aus dem Graben von Tunneln, um ihre unterirdische Welt zu vergrößern und neue Schätze zu entdecken. Der junge Pelwick ist einer von ihnen. Er ist ein Gräber, dazu bestimmt vorhandene Tunnel zu vergrößern und Kammern anzulegen. Doch sein Herz ist unruhig. Viel lieber wäre er einer der Entdecker, welche in unbekannte Abschnitte vordringen und als Einzige die Möglichkeit haben Abenteuer zu erleben.

Als eines Tages eine seltsame Kammer entdeckt wird, nutzt Pelwick die Gelegenheit, auf eigene Faust diesen fremdartigen Raum zu erkunden. Dabei ahnt er nicht, in welche Gefahr er sich selbst und das Volk der Gnome bringt…

Kritik

Man findet sich durch den tollen Einstieg schnell in der Welt der Gnome zu Recht. Man kann erkennen, was für ein Leben sie führen. Dabei gelingt es dem Autor sehr gut, die Welt der Gnome vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Der Autor beschränkt sich dabei nicht nur auf die Welt an sich, sondern es wird ein Bild über die Vergangenheit und die Kultur dieser Rasse gezeigt. Dieses ist für das Verständnis des gesamten Werkes sehr gut und hilfreich. Sehr gut gefällt mir zu Anfang die Beschreibung der neuen Welt, die die Gnome entdecken. Leider wird das mir nicht konsequent genug bis zum  Ende hin durchgezogen.

Pelwick ist ein sehr aufgeweckter und sympathischer Protagonist, der mit seiner Neugier ansteckend ist. Genau wie er, möchte man als Leser hinter die zu entdeckenden Geheimnisse kommen und fiebert sehr stark mit ihm mit. Die Motivation des jungen Gnoms ist anfangs etwas schwach, im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich zu einem starken und nachvollziehbaren Motiv. Leider sind alle weiteren Charaktere in meinen Augen etwas flach. Hier fehlen mir einfach ein paar weitere starke Charaktere.

Der Plot kommt für mich gut in Gang und entwickelt sich sehr geradlinig. Große Überraschungsmomente bleiben dabei aus. Die Geschichte ist auf diesen eindimensionalen Plot beschränkt und verstrickt sich nicht in Nebenhandlungen. Das Ende finde ich etwas unbefriedigend. Hier hätte ich mir etwas mehr Dramatik gewünscht.

Fazit

Die Gnome verfolgt einen interessanten Ansatz, der vom Autor leider nicht in letzter Konsequenz bis zum Ende durchgezogen wurde. Dies ist bedauerlich und schmälert ein ansonsten gutes Buch etwas ab. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und die gut 200 Seiten lesen sich sehr schnell. Alles in allem, gibt es dafür 3 Federn.

*Quelle: Aeternica-Verlag

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