Rezension: Knochenjob

Knochenjob ist ein Fantasybuch aus dem Drachenmond-Verlag. Es ist das erste Buch der jungen Autorin Sarah Adler. Es ist am 08.10.2016 erschienen und die Printversion schlägt mit 12,90 € zu Buche. Das Buch ist kein klasssisches Fantasybuch, sondern versucht sich dem Tod auf eine humoristische Art und Weise zu nähern und dabei gute Unterhaltung zu bieten. Ich habe das Buch im Zuge einer Lesung direkt beim Drachenmond-Verlag gekauft.

Klappentext*

Drei wissenswerte Tatsachen

1. Dies ist eine Geschichte über den Tod.

2. Dies ist eine Geschichte über den Tod, der das Nasenbein gestrichen voll hat von rostigen Sensen und kratzigen Umhängen.

3. Dies ist eine Geschichte über den Tod, die folgende Dinge beinhaltet:

  •         Das Leben
  •         Das Schicksal
  •         Eine Reise zur Zeit
  •         Den todesmutigen Versuch, ein paar Menschen zu retten
  •         Und ein zufällig gelüftetes Geheimnis, das alles über den Haufen wirft.

Aber lest selbst.

Kritik

Knochenjob ist kein klassisches Fantasybuch. Es erzählt mehr kleine Anekdoten und Ereignisse aus dem Leben des Todes, die über einen Handlungsstrang miteinander verbunden sind. Die erste Szene hat mich erstmal sehr begeistert. Das Interesse war auf jeden Fall geweckt und der Tod war mir sofort sympathisch. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut. Allerdings wurden mir viel zu viele und auch deutlich zu lange Fußnoten verwendet, um flüssig lesen zu können. Auch kann man die Fußnoten nicht übergehen, denn sie enthalten, in meinen Augen, essentielle Informationen, die für das Verständnis notwendig sind. Meiner Meinung nach, sollten Fußnoten nur sehr spärlich und nur für knappe und kurze Zusatzinformationen verwendet werden. So muss man aber zu oft vom Text in die Fußnote und wieder zurückspringen. Dies macht mir ein flüssiges Lesen nahezu unmöglich.

Des Weiteren trifft die Autorin überhaupt nicht meinen Humor. Das meiste finde ich fast bis überhaupt nicht lustig. Zudem haben sich einige logisch Fehler eingeschlossen, sodass ich den Ausführungen des Todes nicht immer folgen konnte, warum er gerade etwas tut oder sagt. Dennoch regt das Buch an, sich über ein paar Dinge Gedanken zu machen.

Die weiteren Figuren fügen sich harmonisch in die Erzählungen ein und sind gut gelungen. Ich finde diese auch wesentlich beständiger und ohne logische Umbrüche.

Der Plot ist stringent gehalten und der Tod verfolgt sein Ziel. Die vielen kurzen und manchmal auch recht langen Ausschweifungen lassen aber stellenweise den Schluss aufkommen, dass er dieses Ziel gar nicht so konsequent verfolgt. Für ein Buch dieser Art ist das aber in Ordnung.

Fazit

Die Idee, die hinter diesem Buch steckt, hat mich sofort begeistert. Auch auf der Lesung beim Drachenmondverlag hat sich das Ganze sehr gut angehört. Das Buch Knochenjob selbst zu lesen, war dann aber genau das für mich, was der Buchtitel bereits sagte: Ein Knochenjob. Die Autorin hat meinen Humor leider nicht getroffen und ich habe mich durch das Buch gekämpft. Alles in allem vergebe ich zwei Federn. Da Humor aber verschieden ist, sollte jeder Interessierte am besten mal selbst einen Blick ins Buch wagen.

*Quelle: Drachenmond-Verlag