Rezension: Die Seelenspringerin – Abgründe

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Die Seelenspringerin: Abgründe ist ein Dark Fantasy Roman der deutschen Autorin Sandra Florean. Sie hat schon zuvor einige Bücher veröffentlicht und ihr Debütroman avancierte zum besten deutschsprachigem Debüt auf dem Literaturportal Lovelybooks. Der Roman ist der Auftakt zu einer Krimiserie. Dabei ist der Fall in sich abgeschlossen. Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch. Letzteres kostet 12,90 € und ist am 27. September 2016 im Drachenmond-Verlag erschienen.

Klappentext*

Nicht unsere Worte machen uns zu besseren Menschen, sondern unsere Taten

Tess verfügt über die unkontrollierbare Gabe, in das Bewusstsein übernatürlicher Wesen zu springen. Ein Albtraum für die junge Frau, da sie dabei Zeuge von Gewaltverbrechen wird, die sie jedoch nie verhindern kann. Mit einem Mal häufen sich die Sprünge und Tess ahnt, dass das kein Zufall sein kann. Sie vertraut sich dem Polizisten Jim an und hilft ihm schließlich bei der Aufklärung der Morde. Dadurch begibt sie sich so tief in die Welt der Übernatürlichen, dass sogar der Vampirgebieter Octavian auf sie und ihre Kräfte aufmerksam wird …

Kritik

Der Einstieg in die Geschichte gefällt mir sehr gut. Man erfasst sofort den inneren Konflikt der Hauptperson und, wie in Krimis üblich, kriegt man dazu auch gleich ein Verbrechen serviert. So habe ich schnell die Besonderheiten der Geschichte erfassen können und war gespannt auf den weiteren Verlauf des Buches. Im weiteren Verlauf des Buches wächst die Spannung an und spitzt sich zum Ende hin zu. Leider flachte für mich gegen Ende der Spannungsbogen etwas ab, da für mich zu früh klar war, wer hinter den Verbrechen steht. Dabei folgt die Erzählstruktur einem klassischen Kriminalfall und ist logisch gut nachzuvollziehen.
Der Schreibstil von Sandra Florean gefällt mir sehr gut. Sie schafft es, direkt Bilder der Orte und Personen vor meinem inneren Auge erscheinen zu lassen und ich habe sehr flüssig und schnell das Buch lesen können. An der ein oder anderen Stelle waren mir allerdings die Bettszenen zu ausufernd. Darauf hätte ich verzichten können, aber diese Detailtiefe Darstellung zeiht sie konsequent durch alle Szenen des Buches.

Die Protagonistin ist mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen und ihre Probleme sind gut nachvollziehbar. Dabei geht es nicht nur um den Fall, den sie versucht aufzuklären, sondern auch um ganz alltägliche Probleme. Man merkt auch, wie der Fall und die Umstände sie verändern und sie sich über das Buch weiterentwickelt.

Alle weiteren Charaktere fügen sich harmonisch und vielseitig in die Geschichte ein und stellen einige kleinere Nebenkonflikte vor, die sicherlich in einer Fortsetzung noch für Zündstoff sorgen können.

Gut hat mir gefallen, dass die Vampire nicht unbedingt dem mittlerweile vorherrschendem Bild entsprechen und sich auch nicht in den Vordergrund drängen oder die Protagonisten sich unbedingt in einen verwandeln möchte. Sie sind, wie die anderen „Monster“ eher Szenerie als Hauptbestandteil der Geschichte.

Fazit

Mir hat das Buch gut gefallen. Ich finde die Idee mit der Seelenspringerin sehr gut. Das Buch habe ich schnell und zügig gelesen und habe auch deshalb auf die eine oder andere Minute Schlaf verzichtet. Dennoch war ich bei den ausführlichen Bettszenen versucht, einige Seiten zu überspringen. Insgesamt gebe ich dem Buch 4 Federn und freue mich über weitere Fälle von Tess.

4_Federn_Artikel

*Quelle: Drachenmond-Verlag