Rezension: Rissiges Eis

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Heute stelle ich euch den Thriller „Rissiges Eis“ von Axel Hollmann vor. Einigen von euch ist er vielleicht bekannt als die eine Hälfte der „Schreibdilettanten“. Angehenden Autoren kann ich nur raten, dort mal einen Blick drauf zu werfen! Sein Thriller ist am 09. Juni 2015 bei Amazon Publishing unter dem Label Edition M als E-Book und Taschenbuch erschienen. Die Printausgabe umfasst 352 Seiten und belastet das Konto mit 9,99 €.

Klappentext*

Seit Lea Kopp nach einem vermeintlichen Selbstmordversuch aus den eiskalten Fluten der Berliner Spree gerettet wurde, sind die letzten Wochen ihres Gedächtnisses ausgelöscht. In welcher Beziehung steht sie zu dem fremden Mann, der sich um sie zu sorgen scheint? Warum ist ein Kommissar des LKAs hinter ihr her? Und vor allen Dingen, weshalb wollte sie sich das Leben nehmen? Die Ungewissheit treibt die Studentin in dunkle Abgründe ihrer Vergangenheit und schließlich muss sie sich dem Gedanken stellen, ihre beste Freundin ermordet zu haben.

Doch dann erhält Lea durch einen Anruf den Hinweis, dass sie nur ein Stein in einem tödlichen Spiel sein könnte.

Kritik*

Der Einstieg in den Thriller ist sehr packen geschrieben. Wie üblich in diesem Genre beginnt die Handlung direkt bei der Action und dem Ausgangspunkt des Konfliktes. Ich wurde davon direkt gepackt und habe sehr zügig weitergelesen. Der Schreibstil von Axel Hollmann gefällt mir sehr gut. Er schafft es, obwohl ich noch nie in Berlin war, ein Bild von dieser Stadt zu übermitteln und ganz nebenbei habe ich jetzt noch mehr Lust endlich Berlin zu sehen. Lea Kopp war mir von Anfang an sehr sympathisch und ich habe mit ihr mitgefiebert. Zwischenzeitlich kamen mir aber Zweifel an ihr. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, dass man eine Protagonistin hat, die auch negative Seiten hat. Das macht sie sehr menschlich und gefällt mir gut. Ihr Motiv und Antrieb ist für mich nicht an jeder Stelle voll nachvollziehbar. Die weiteren Figuren fügen sich gut in die Geschichte, ohne dass man viel über sie erfährt. Allerdings bedienen sie all zu oft eine klassische Thriller Rolle. Gerade die Motive des ermittelnden Kommissars bleiben mir dabei aber zu vage und undeutlich. Auch hätte ich mir mehr Szenen mit dem Schlächter bei seinen Handlungen gewünscht, um ein genaueres Bild seiner Taten und Motive zu zeichnen. So bleibt leider vieles unerklärt. Der Plot folgt der gängigen Logik eines Thrillers. Es gibt keine Sprünge in der inneren Logik der Geschichte und der Verdacht wird mal auf diese und mal auf jene Person gelenkt. Wie viele Thriller-Leser rätsel ich meist mit und versuche möglichst früh den wahren Täter zu identifizieren. Bei diesem Buch ist mir das bereits kurz nach der Hälfte erfolgreich gelungen, da es leider für mich sehr offensichtlich war, in welche Richtung der Plot kippt. Das hat der Spannung im zweiten Teil leider etwas geschadet und so war der Spannungsbigen für mich nicht voll gespannt. Der Schluss erzeugt dann noch einmal Spannung und lässt einen mit ein paar Fragen zurück.

Fazit

Alles in allem ist Rissiges Eis ein solider Thriller, der mich, trotz einiger Unstimmigkeiten, gut unterhalten hat. Thrillerfans dürften an diesem Buch ihre Freude haben. Alles in allem gebe ich dem Buch 3 Federn.

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*Quelle: Amazon Publishing Edition M

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