Rezension: Die Legenden der Alaburg

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Die Legenden der Alaburg ist der zweite Roman der Tetralogie von Greg Walters, der Farbseher Saga. Das Buch hat der Autor in Eigenregie als Selfpublisher verlegt und es ist seit 25.07. 2016  als Taschenbuch und E-Book erhältlich. Ich habe mir das Buch gekauft, nachdem mich schon Band Eins der Tetralogie gut gefallen hat. Die Printausgabe umfasst 362 Seiten und kostet 12,99 €.

Klappentext*

Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird, ein Zwerg, der nicht zaubern kann, ein übergewichtiger Zweigelbe und ein hinkender Ork. Sie können die Welt retten – oder vernichten.

Nach aufregenden Ferien mit seinen Freunden freut sich Leik auf das 2. Semester an der Âlaburg. Doch dunkle Wolken brauen sich über dem Kontinent zusammen: Orks haben das Land der Zwerge überfallen. Der brüchige Friede zwischen den vier Völkern steht auf dem Spiel. Leik und seine Freunde geraten mitten hinein in den Kampf um Razuklan. Gleichzeitig steht Leik vor seiner größten Herausforderung: Er muss lernen, sein magisches Talent zu kontrollieren, sonst wird er alle, die ihm wichtig sind, in Lebensgefahr bringen und Drena niemals wiederfinden …

Kritik

Das zweite Abenteuer von Leik und seinen Freunden bietet vieles, was bereits Teil 1 der Farbseher Saga an Erwartungen geschürt hat. Die Handlung wird konsequent und stimmig fortgeführt. Einige offene Fragen aus Teil 1 werden beantwortet, manche bleiben nach wie vor offen und ein paar neue werden ebenfalls aufgeworfen.

Der Spannungsbogen ist sehr gut gelungen. Zunächst folgt ein kurzer, aber harmonisch in die Geschichte eingebauter, Rückblick auf Teil 1. Den Großteil der Geschichte nimmt dann der Verlauf des Semesters ein. Dies ist an der ein oder anderen Stelle etwas zu ausführlich, allerdings ohne merklich zu stören. Zum Ende hin spitzt sich die Handlung zu einem Abenteuer zum Abschluss des Semesters hin zu. Dafür hätte man sich gerne etwas mehr Zeit nehmen können um die Spannung etwas länger auf ihrem Höhepunkt innehalten zu lassen.

Die Charaktere und ihre Entwicklung wird ebenso weitergeführt und wirkt sehr schlüssig und durchdacht. Neue Charaktere werden nur wenige eingeführt. Allerdings erfährt man deutlich mehr über einige Nebencharaktere aus Teil 1, die nun eine größere Rolle einnehmen ohne sich aber in den Vordergrund zu spielen.

Der Schreibstil von Greg Walters gefällt mir nach wie vor sehr gut. Gefühlt hat er sich sogar noch etwas verbessert und das Buch liest sich für mich sehr flüssig und ich hatte Probleme das Buch aus der Hand zu legen.

Mein größter Kritikpunkt betrifft aber die Originalität der Geschichte. Wie bereits bei Teil 1 gibt es große Ähnlichkeiten zu Harry Potter. Bei Teil 2 treten diese noch eklatanter in Erscheinung. Angefangen von der Struktur des Buches, die wie ein Schuljahr bei Harry Potter aufgebaut ist, bis hin zu Personen aus eben diesem Werk mit identischem Verhalten und Motiven. So begegnet man neben Harry Potter und seinen Freunden auch Professor Snape, Albus Dumbledore, Hagrid, dem sprechende Hut,Quidditch und noch vielen weiteren Ähnlichkeiten. In einigen Momenten zeigt der Autor, dass er diese große Ähnlichkeit gar nicht nötig hätte und durchaus auch sehr gute Ideen hat.

Fazit

Ich hatte lange Bauchschmerzen, was die Bewertung der Legenden der Alaburg betrifft. Auf der einen Seite ist es eine sehr gute geschriebene Geschichte, die mich von Anfang bis Ende gefesselt hat und deshalb sicherlich 5 Federn verdient hätte. Auf der anderen Seite stehen aber die sehr großen Parallelen zu Harry Potter, die zweifellos bei der Beurteilung berücksichtigt werden müssen. Bereits bei Teil 1 hat dies zu einer Feder Abzug geführt. Da die Parallelen meiner Meinung nach noch deutlicher waren, ziehe ich hierfür 2 Federn ab. Dies führt zu einer Gesamtbewertung von 3 Federn. Dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten, man sollte sich nur nicht zu lange Gedanken darüber machen. Je mehr ich nämlich nachgedacht habe, desto mehr Ähnlichkeiten habe ich entdeckt.

3_Federn_Artikel

*Quelle: Greg Walters