Rezension: Die Geheimnisse der Alaburg (Farbseher Saga Teil I)

026 Rezension Die Geheimnisse der Alaburg

Die Geheimnisse der Alaburg ist der Debütroman von Greg Walters und Auftakt einer Tetralogie, der Farbseher Saga. Das Buch hat der Autor in Eigenregie als Selfpublisher verlegt und es ist seit 08.09. 2015 im Buchhandel als Taschenbuch und E-book erhältlich. Ich habe mir das Buch gekauft, nachdem ich über einen Facebookpost eines begeisterten Lesers darauf aufmerksam geworden bin.
Die Printausgabe umfasst 408 Seiten und kostet 12,99 €.

Klappentext*

Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird, ein Zwerg, der nicht zaubern kann, ein übergewichtiger Zweigelbe und ein hinkender Ork. Sie können die Welt retten – oder vernichten.
Leik, 16 Jahre, erlebt einen Winter, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er trifft seine erste Liebe, besucht eine Universität, in der Magie gelehrt wird und findet zum ersten Mal im Leben Freunde. Aber seine Welt ist dem Untergang geweiht. Nur wenn Leik es schafft, die Farben der Zauberei richtig einzusetzen, kann er sie retten. Denn außer ihm kann niemand auf der Welt alle drei magischen Farben sehen. Das macht ihn außergewöhnlich – und gefährlich …

Kritik

Der Einstieg in das Buch viel mir sehr leicht. Bereits auf den ersten Seiten erschien mir der Protagonist Leik sehr sympathisch. Die Handlung kommt sehr schnell in Schwung und bietet einen schönen Einstieg in eine klassische High Fantasy Erzählung.

Der Schreibstil des Autors trifft meinen Geschmack. Vor allem die Personenbeschreibungen sind sehr lebhaft und abwechslungsreich. Erfrischend finde ich, dass der Autor dabei auf einiges Gewohnte zurückgreift, aber nicht davor abschreckt punktuell eigen Akzente jenseits der High-Fantasy-Konventionen bei seinen Figuren zu setzten. Hier hätte ich mir aber noch etwas mehr Mut gewünscht um diesen Schritt konsequent zu gehen. Die Beschreibung der Welt ist ausreichend um wichtige Punkte und Merkmale zu erfahren. Allerdings hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle als Fan von Natur und Weltbeschreibungen etwas mehr Details gewünscht. Dennoch kann man sich als Leser ein recht gutes Bild davon im Kopf zusammensetzen.

Die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet, was vor allem auf den Protagonisten Leik und seine drei Begleiter zutrifft. Mir ist es nicht schwer gefallen eine Bindung zu diesen Personen aufzubauen und ich fieberte mit ihnen mit. Aufgrund der Erzählperspektive erfährt man wenig über Gefühle und Gedanken abseits des Protagonisten. Die Motive der Figuren sind nachvollziehbar und ihre Handlungen schlüssig. Bei den Nebencharakteren findet man viele bekannte Rollen, die es in vielen anderen Werken auch schon gab. Hier bleibt viele oberflächlich und so bleiben leider auch Überraschungen aus.

Beim Spannungsbogen des Buches bin ich zwiegespalten. Anfangs geht es sehr schnell los und aufgrund der Action und der Spannung wollte ich das Buch überhaupt nicht weglegen. Zur Mitte hin flacht die Spannung aber fast gänzlich ab und die Geschichte hat einen Durchhänger. Dies ist auch der Teil der Geschichte, der mich sehr stark an Harry Potter erinnert und es gab für mich keinerlei überraschende Wendung. Gegen Ende des Buches besinnt sich der Autor wieder auf seinen tollen Anfang des Buches und die Spannungskurve steigt stark an. Das hat mir sehr gut gefallen. Das Ende ist definitiv gelungen und gibt schon einmal ein gutes Motiv und Möglichkeiten für den nächsten Band.

Fazit

Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt und ich habe es sehr zügig zu Ende gelesen. Gerade der Mittelteil hat doch sehr viele Parallelen zu Harry Potter. Auf der einen Seite ist das ein schöner Wiedererkennungseffekt, auf der anderen Seite leidet die Spannung in diesem Buch stellenweise sehr darunter. Dennoch hat mich der Anfang und das Ende des Buches überzeugt. Fans von Büchern wie Harry Potter oder Eragon dürften wie ich eine Freude an diesem Buch haben. Deshalb hat sich das Buch 4 von 5 Federn verdient. Besonders schön ist, Band 2 ist für den Sommer diesen Jahres angekündigt.

4_Federn_Artikel*Quelle: Greg Walters

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