Meine Lieblingsorte zum Schreiben

Jeder Autor hat seine Lieblingsplätze, wo er sich gerne befindet während er seiner Fantasie freien Lauf lässt und die Abenteuer seines Kopfkinos aufschreibt. Auch ich habe diese und möchte sie euch vorstellen und etwas den Flair eines jeden Ortes näher bringen:

8. Im Zug
Reisen mit dem Zug hat gegenüber dem Auto vor allem den Vorteil, dass man unbeschwert schreiben kann, vorausgesetzt der Zug ist nicht so voll, dass man keinen Sitzplatz hat. Gerade die vorbeiziehende Landschaft, aber auch das bunte Volk an Reisenden bietet eine großartige Quelle an Input für das eigene Schaffen. Allerdings ist für mich der Grad zwischen Inspiration und Überreizung schnell überschritten. Mit Kopfhören kann dies zwar behoben werden, allerdings beschneidet man dann auch diese wunderbare Quelle an Sinneseindrücken. Es hängt also davon ab, mit wem man sich einen Wagen teilt. Manchmal ist es genau die richtige Atmosphäre um produktiv zu schreiben und manchmal will mir gar nichts gelingen.

7. Am Meer
Das stetige Rauschen des Wassers, der Blick in die Ferne. Möwen ziehen kreischend ihre Kreise. Ein Platz nahe am Wasser ist sehr entspannend. Jedesmal, wenn die Welle auf den Stein trifft, spritzt etwas Wasser herauf an meine Füße. Der Geruch nach Salz, Fisch und Wasser weckt ganz besondere Assoziationen. Wenn man wo hängt lässt man seinen Blick zusammen mit seinen Gedanken ins Weite schweifen. In der Ferne kann man einige Kinder beim spielen im Sand beobachten oder die vielen bunten Drachen bewundern. Wenn gar nichts mehr geht, sorgt eine Runde Schwimmen für die nötige Abwechslung.

6. Kaffee / Fußgängerzone
Gemütlich einen Tee trinken gehen, vielleicht ein Stück Sahnetorte dazu und das iPad auspacken und los schreiben. Dabei den Duft des Tees einatmen und sich gut fühlen. Die Menschen ziehen gut gelaunt an einem vorbei und man schnappt immer wieder Gesprächsfetzen auf. Im Hintergrund erhebt sich das Ulmer Münster in seiner ganzen Pracht. Wenn mein Blick zu ihm schweift muss ich jedes Mal schmunzeln. Schmunzeln über diese vier Meter, die jeden Kölner ärgern. Ist doch das Ulmer Münster mit diesem Vorsprung der höchste steinerne Kirchturm der Welt. Davor oder danach bietet sich stets ein Spaziergang durch die kleinen Gassen der Altstadt an. Hier findet man überall schöne Ecken, die zum Träumen einladen.

5. Bibliothek
Umgeben von Büchern, vielen Büchern lässt sich auch wunderbar am eigenen Buch schreiben. Allein schon der Geruch, den die tausende Bücher verströmen regt die Fantasie an. Zudem tigern Gleichgesinnte durch die Regelreihen und schmökern in der Auswahl an Büchern auf der Suche nach etwas Besonderem. Wenn man mal eine Pause machen will kann man sich ihnen anschließen. Statt auf Internetrecherche zurückzugreifen, kann man hier direkt in Büchern nach wichtigen Informationen suchen. Dies hat einen ganz anderen Reiz als eine Googlesuche. Was ich hier besonders schätze ist auch, sich mit anderen begeisterten über dieses oder jenes Buch auszutauschen und manchmal trifft man auch ein bekanntes Gesicht. Hier stimmt einfach die Mischung aus Ruhe und buntem Treiben um gut schreiben zu können.

4. Im Wald
Schon der Weg zu meinem Lieblingsplätze im Wald ist nicht ganz einfach. Es geht durch das Dickicht einen kleinen, aber steilen Hang hinauf. An einigen Stellen besteht aufgrund eines sandigen Untergrundes die Gefahr abzurutschen. Doch mein Platz an dem ich mich sehr gerne im Sommer zum Schreiben zurückziehe entschädigt dann für alles. Man lässt sich auf den manchmal noch etwas nassen Waldboden nieder und nimmt mit allen Sinnen den Wald wahr. Vögel zwitschern, begleitet vom leichten Rauschen der Blätter im Wind. Es duftet nach Wald und Freiheit. Wenn man den Blick in die Ferne schweifen lässt, kann man an guten Tagen am Horizont die Alpen sehen. Ansonsten kann man weit das Illertal hinaufschauen. Wahrlich ein Ort der Rueh und Abgeschiedenheit, wo man sehr gut schreiben kann.

3. Zu Hause
Natürlich schreibe ich auch gerne zu Hause an meinem Schreibtisch. Hier habe ich alles so eingerichtet, wie es mir gefällt. Über allem thront mein 34 Zoll Bildschirm. Hier habe ich genügen Platz um auch ausschweifende Plots zu planen. An der Wand bleibt mein Blick oft an dem Smartboard mit wichtigen Ideen oder den tollen Drucken meiner Headerbilder hängen. An meinem Schreibtisch erinnert mich eine klassische Schreibfeder an die Wurzeln des Autorenhandwerks. Für die Actionszenen stehe zwei Schwerter bereit. Manchmal versuche ich damit eine beschrieben Kampfszenen direkt nachzustellen. Vor dem Bildschirm dann hat auch noch die Fantasie ihren Platz und meine zwei Lieblingstiere, leider nur als Plastikfiguren, stehen dort: Ein schwarzer Drache mit rot glühenden Augen und ein Greif mit bronzefarbenen Federkleid. Dazu stets in Reichweite eine Tasse grünen Tees und eine Handvoll Nüsse und dem Schreiben steht nichts mehr im Weg.

2. Insel vom Stein
Ein ganz besondere Ort. Ein Steakhouse mag einem vielleicht nicht gleich als erstes einfallen zum Schreiben, aber die Insel vom Stein ist ein ganz besonderes Restaurant. Schon das gesamte Flair hat mich bereits bei meinem ersten Besuch angesprochen. Modern eingerichtet, in freundlichen Grautönen gehalten trifft es genau meinen Geschmack. An der Wand begrüßt einen ein silberner Rindskopf. Das Team rund um Herrn Stein begrüßt und bedient jeden Gast mit großer Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Kompetenz. Bei einem fantastisch zubereitetem Steak kann man eine Gedanken in die Ferne schweifen lassen. Dabei fällt einem neben dem fantastischen Geschmack auch der köstliche Geruch und die moderne Anrichteweise ins Auge. Ein Genuss für alle Sinne. Ich habe noch nirgends ein besseres Steak gegessen. Zwischen einzelnen Gängen hat man genügend Privatsphäre und Ruhe um sich dem Schreiben zu widmen. Gerne halte ich mich hier einen ganzen Abend auf um zu Schreiben und es mir gut gehen zu lassen.

1. In den Bergen
Berge haben mich schon immer fasziniert. Sie bieten eine unglaubliche Naturlandschaften. Egal ob im Winter oder im Sommer. Die Möglichkeiten und Plätze sind grenzenlos. Ebenso die Zeiteinteilungsmöglichkeiten. Egal ob in der Mittagspause beim Schifahren, auf einer Wanderung oder einfach den ganzen Tag an einem schönen Örtchen. Man findet immer eine Möglichkeit die frischen Eindrücke des atemberaubenden Bergpanoramas zu verarbeiten und zu nutzen. Dabei ist es völlig belanglos, ob es die Alpen, die Rocky Mountains oder die schottischen Highlands sind. Jede Bergregion hat ihre Besonderheiten und ihren ganz eigenen Flair. Dort fühle ich mich wohl und kann meiner Fantasie freien Lauf lassen. Weil ich Berge so sehr mag, werden Berge auch eine Role in meiner Geschichte einnehmen. Mehr verrate ich dazu nicht. Übrigens, mein Lieblingsberg aus der Literatur ist der einsame Berg aus Der Hobbit.

Jetzt seit ihr dann. Wo lasst ihr eurer Kreativität am liebsten Raum zur Entfaltung?

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