Ich schreibe trotzdem!

Ich denke viele Hobbyautoren kennen dieses Phänomen. Die meisten Personen mit denen man darüber redet, geben ein positives bis neutrales Feedback. Oft erntet man gerade am Anfang Verwunderung. Wenn die Leute aber merken, dass dies keine fixe Idee ist, sondern man sich schon länger damit beschäftigt, kann man sich gut darüber unterhalten. Viele Fragen, ob aus Höflichkeit oder wirklichem Interesse sei mal dahingestellt, ob sie denn später ein Exemplar des Buchs bekommen. Solch ein Interesse und positives Feedback stärkt einem den Rücken und man kann davon zehren, wenn man mal nicht so viel Lust darauf hat. Deshalb möchte ich mich auch hier bei jedem bedanken, der Interesse zeigt an meinem Buchprojekt und der mir eine positive Rückmeldung gegeben oder konstruktive Kritik geäußert hat. Besonders möchte ich mich auch bei Stefan und Daniel bedanken, die sich häufig meine (oft stundenlangen) Monologe und Vorträge über mein Buch anhören mussten und wahrscheinlich auch weiterhin anhören dürfen. Vielen Dank! Doch daneben gibt es auch immer wieder die gleichen nervenden Fragen, Unverständnis oder negative Kommentare, die einen mit der Zeit nerven. Für all diejenigen, möchte ich auf die nervigsten Fragen bzw. Aussagen meine bevorzugten Antworten geben. Wer selber schreibt und darüber spricht, wird sicher die ein oder andere Frage kennen und vielleicht etwas mitnehmen.

1. Du wirst nie einen Verlag dafür finden!

Woher willst du das wissen? Weißt du wie ich schreibe? Weißt du genau was die Verlage suchen? Ich glaube jedes gute Manuskript hat die Chance einen Verlag zu finden, der es veröffentlichen will. Dafür benötigt man aber als Newcomer immer Glück. Auch J. K. Rowling tingelte von Verlag zu Verlag, bis sie endlich einen gefunden hatte, der Harry Potter veröffentlichen wollte. Zudem ist es heutzutage nicht mehr nötig einen Verlag zu finden. Genauso kann ich mein Buch im Selfpublishing herausbringen oder nur als E-Book. Du siehst, es gibt genügend Möglichkeiten ein Buch zu verkaufen. Nicht umsonst habe ich bereits einen Blog, wo ich regelmäßig über mein Buchprojekt und das Schreiben informiere.

2. Heute liest doch niemand mehr!

Ich kenne eine menge Leute, die immer noch gerne lesen, egal ob klassisches Buch oder E-Book. Nicht umsonst bieten mittlerweile viele Hobbyautoren ihre Werke als E-Book an um die Menschen zu erfreuen, die gerne lesen. Natürlich konkurriert man heute viel mehr mit anderen Medien, wie Fernsehen und Kino als früher, aber diese können auch Buchverkäufe ankurbeln. So haben zum Beispiel die „Herr der Ringe“ Filme nachweislich für einen Boom bei Büchern aus dem Fantasygenre gesorgt.

Daneben basieren auch viele Filme oder Serien auf Büchern. Aus den letzten Jahren fallen mir hier spontan Game of Thrones, Der Hobbit und Die Tribute von Panem ein. Daneben basieren auch viel Filme auf Büchern, wo man es nicht sofort vermutet wie bei Stirb Langsam oder World War Z. Die Geschichten aus Büchern begeistern also die Massen, wenn auch teilweise nicht in der ursprünglichen Form!

3. Mit Schreiben verdient man nichts, mach was sinnvolles in deiner Freizeit!

Der Klassiker, den schon jeder Hobbyautor gehört haben dürfte. Ja, mir ist bewusst, dass 99,99% der Schriftsteller nicht davon leben können und nur wenig Verkaufserlöse erzielen. Ich schreibe aber auch nicht um davon leben zu können. Ich schreibe in erster Linie, weil es mir Spaß macht und weil ich mich dabei erhole und entspanne. Genauso könnte man Millionen Hobbysportlern oder-musikfern vorwerfen, sie werden mit ihrem Hobby kein Geld verdienen. Wieso kann man nicht auch das Schreiben als Hobby pflegen. Statt vor ein paar Rentnern jedes Wochenende auf dem Dorfplatz meine sportlichen Fähigkeiten zu zeigen, präsentiere ich mein Werk dem interessierten Leser. Ob dies nun nur wenige oder sehr viele sind ist erstmal zweitrangig. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht, so wie viele Menschen Sport machen, ein Musikinstrument spielen oder Briefmarken sammeln.

4. Autoren sind einsame Menschen!

Hier folgt schon eine Bewertung durch die Gesellschaft: Einsamkeit ist schlecht. Doch wer sagt dies. Es gibt in jedem Beruf und Hobby Menschen die geselliger sind und welche die ihre Zeit lieber alleine oder in kleiner Runde verbringen. Doch dies ist weder gut noch schlecht, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal.

Ich bin mit meinem Sozialen Leben sehr zufrieden. Ich würde mich gar nicht wohl fühlen, andauern unter Menschen zu sein und jedes Wochenende dreimal in die Disco zu gehen. Viel lieber treffe ich mich mit wenigen Personen in ruhiger Atmosphäre und unterhalte mich dann auch gerne stundenlang bei gutem Essen über Gott und die Welt. Zudem halten Autoren auch zusammen. Ob über Facebook, Internetforen oder Autorenstammtischen, man lernt stets neue Interessante Menschen kennen.

5. Du warst doch schlecht in Deutsch, wie willst du jetzt einen guten Roman schreiben?

Ich glaube meine Deutschnote hat überhaupt nichts damit zu tun, ob ich einen guten oder schlechten Roman schreiben kann. Wann durfte ich während meiner Schulzeit schon über einen längeren Zeitraum eine Geschichte planen, anfertigen und überarbeiten? Ein Deutschaufsatz hat vielleicht sechs bis acht Seiten, ein Roman 500. Meinen Roman schreibe ich über ein Thema, dass mir gefällt und wo ich mich wohl fühle und nicht über ein vorgegebenes Thema. Es gibt noch zahlreiche anderen Unterschiede, doch möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen.

Genug der negativen Gedanken. Das einzige was zählt: Lasst euch nicht runterziehen von negativen Kommentaren sondern schreibt aus Überzeugung, weil es Spaß macht. Alles andere was vielleicht noch kommt ist ein schöner Zusatz!

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